
In Eigenarbeit
Unsere Grilllok ist ein Eigenbau. Auch die Arbeit an den einzelnen Bauteilen gehört zu ihrer Geschichte – hier ein Blick auf den Stahlrahmen und die Mechanik in der Werkstatt.
AUS UNSERER WERKSTATT
Von der ersten Zeichnung bis zur fertigen Grilllok. Hier zeigen wir euch, wie aus unserer Idee Stück für Stück ein Smoker wurde.
Am Anfang stand eine Idee unter ein paar Freunden: Statt uns nur zum Stammtisch zu treffen, wollten wir gemeinsam etwas Sinnvolles machen und unsere Leidenschaft fürs Smoken damit verbinden. Ein Hingucker sollte es werden. Also zeichneten wir die ersten Entwürfe unserer Lok in 3D.

Dann ging es schnell: Wir hatten das Rohr für unseren Garraum gefunden. Ein drei Meter langes Stück einer Wasserpipeline – mit zwölf Millimetern Stahlstärke.

Das Rohr brachte gleich die erste Herausforderung mit: Außen war es mit einem äußerst widerspenstigen Kunststoff überzogen. Bevor es mit dem Garraum weitergehen konnte, musste diese Beschichtung herunter.

Mit den weiteren 3D-Planungen fanden wir auch einen Stahlsponsor, ohne den es unseren Smoker vermutlich nicht geben würde: Mechel Stahlhandel aus Linz. Danke für euer Engagement und euer Vertrauen in unsere Idee!

Wir begannen mit dem Schweißen der Unterkonstruktion und der Räder. Eine Stahlwerkstatt hatten wir dafür nicht. Unsere Ausrüstung: zwei Schutzgasschweißgeräte, zwei Flex und ein Plasmaschneider.

Wieder ein erfolgreicher Bautag: Mit den ersten Schweißnähten verbanden wir das Garkammer-Rohr mit der Brennkammer.

Auch zu Weihnachten ging es an der Lok weiter: Die erste kleine Achse wurde fertig.

Die kleinen Räder für die Lok und die Räder für den Waggon waren fertig. Stück für Stück wuchs das Fahrwerk unserer Lok.

Zum Jahresende nahmen wir uns die großen Räder vor: Mit dem Plasmaschneider schnitten wir sie aus einem Stahlrohr heraus und begannen mit dem Schweißen.

Mit dem Plasmaschneider schnitten wir die Öffnung von der Brennkammer zur Garkammer heraus. Nebenbei wurde weiter an den Rädern geschweißt.
Nach einem weiteren Schweißtag war dieser Arbeitsschritt geschafft: Alle 16 Räder waren fertig geschweißt.
Die letzten Plasmaschnitte für die Brennkammer waren geschafft. Damit war auch die Luftzufuhr fertig – wieder ein wichtiger Schritt für unseren Smoker.

Nach den ersten Verbindungen im November folgte die „Hochzeit“ von Brennkammer und Garkammer. Wieder ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu unserer Lok.

Mit dem Plasmaschneider schnitten wir die ersten beiden Öffnungen der Garkammer aus. Ein provisorischer Unterbau machte den schweren Smoker vorerst mobil. Für einen passenden Anhänger suchten wir noch Unterstützung.

Die Tuningplates wurden fertig geschweißt. Auch den Rost für die Brennkammer und den Deckel samt Öffnung stellten wir an diesem Bautag fertig.

Nach zwei weiteren Tagen mit Schweißgerät und Schleifer waren die nächsten Fortschritte sichtbar. Für Rauchfangrohr und Grillroste fehlte uns noch Material – deshalb suchten wir weitere Sponsoren.
Am vergangenen Wochenende arbeiteten wir an der Unterkonstruktion für die Verkleidung, schnitten die ersten Grillroste zu und planten den Rauchfang.

Am Vortag kleideten wir die Brennkammer mit Schamottsteinen aus. Die Brennkammeröffnung erhielt unsere selbst entworfenen Scharniere. Auch an die ersten beiden Garkammeröffnungen schweißten wir die lasergeschnittenen Scharniere.

Wegen der Corona-Pandemie pausierten wir den gemeinsamen Bau. Die Zeit nutzten wir, um Gewürzmischungen und Holzarten im kleinen Rahmen zu testen.
Getrennt voneinander arbeiteten wir weiter. Dabei wurden die ersten Edelstahl-Grillroste fertig.

Durch aufgeteilte Aufgaben ging es trotz der Einschränkungen weiter. Der Rauchfang nahm Form an: 22 Zentimeter Durchmesser und zunächst zwei Meter Länge.

Rauchfang und Garkammertüren waren fertig positioniert. Damit war unser Smoker bereit für den ersten Heizversuch.

Wir begannen mit dem Probeheizen und dem Einbrennen der Garkammer. Aus dem gemeinsamen Bauprojekt wurde Schritt für Schritt ein einsatzbereiter Smoker.

Nach zwei weiteren Bautagen zeigte sich immer deutlicher die Form unserer Lok. Genau so hatten wir uns den Hingucker zu Beginn vorgestellt.

Das Führerhaus war fertiggestellt. Als Nächstes standen das Anpassen der Verkleidung und das Kürzen des Rauchfangs an.

Obwohl die Lok optisch noch nicht fertig war, gab es bereits das erste Pulled Pork bei der Grill & Pool Challenge der Firma Sanube. Für den Transport des damals rund 1.700 Kilogramm schweren Smokers unterstützte uns Erdbau und Transporte Schmid Christian GmbH mit einem LKW-Kran.
Am vergangenen Wochenende fertigten und montierten wir den Bahnräumer vorne an der Lok. Dazu entstand der Waggon fürs Brennholz mit fast einem Kubikmeter Volumen.

Trotz Corona fanden wir einen Unterstellplatz. Dort war die Lok sicher gelagert, bis wir nach dem Lockdown weiterarbeiten konnten.

In der Hütte eines pensionierten Bauern entdeckten wir zufällig das Untergestell eines Ladewagens von 1968. Wir bekamen es geschenkt und begannen, es für unseren Smoker umzubauen.

Für den Anhänger verarbeiteten wir Stahlformrohre mit zehn mal zehn Zentimetern Querschnitt und U-Profile als Schienen für die Lok. Das Material stellte Mechel Stahlhandel zur Verfügung. Als Nächstes sollten der Rahmen vollständig verschweißt und die Position der Achsen bestimmt werden.

Nach unserem Einsatz beim Bobbycar-Race im Vorjahr unterstützte uns Sanube großzügig mit neuen AL-KO-Achsen. Sie waren für unseren 6,3 Meter langen Anhänger bestimmt. Danke für diese Unterstützung!

Wir ermittelten die Position der Achsen und montierten sie anschließend am Anhänger. Danach fehlten noch die passenden Reifen und die abschließenden Anpassungen.

Am Wochenende erweiterten wir die Grilllok um eine zusätzliche Rostebene. Damit kamen knapp 1,5 Quadratmeter Grillfläche dazu.

Für unseren Waggon haben wir eine Erweiterung gebaut, die zugleich als Ladesicherung für den Waggon dient. Die beiden Fotos zeigen die Konstruktion in ausgeklappter und hochgeklappter Position.


Damit wir beim Einsatz der Grilllok bequemer arbeiten können, haben wir den Anhänger seitlich verbreitert. Auf dem Foto ist die angeschweißte Stahlkonstruktion für die zusätzliche Fläche zu sehen.

Nach der Verbreiterung des Anhängers haben wir den Holzboden angebracht. Die fertige Fläche neben der Lok bietet uns jetzt mehr Platz zum Stehen und Arbeiten am Smoker.

Als Nächstes ging es an den Einbau der Fahrzeugbeleuchtung am Anhänger. Die Beleuchtung wurde uns von der Firma Sanube bereitgestellt. Vielen Dank nochmals für eure Unterstützung!



Unsere Grilllok ist ein Eigenbau. Auch die Arbeit an den einzelnen Bauteilen gehört zu ihrer Geschichte – hier ein Blick auf den Stahlrahmen und die Mechanik in der Werkstatt.

Kessel, Räder und Führerhaus geben unserem Smoker seine Lokomotivform. Auf diesem Foto ist der Aufbau zu sehen; der Schornstein liegt noch auf dem Kessel.

Heute steht unsere 4,5 Meter lange Grilllok im Mittelpunkt unserer BBQ-Aktionen. Was wir gemeinsam gebaut haben, hilft jetzt anderen: Der Reinerlös geht zu 100 % an kranke Kinder in Oberösterreich.